Freitag, 28. Juni 2013

aus der Fototasche - zwei neue Objektive

...Canon CashBack Aktion - ich habe zugeschlagen...

Canon hat überraschender Weise im Zeitraum vom 01.05. bis 31.07.2013 eine CashBack Aktion gestartet und das, obwohl Ende letzten Jahres bereits eine Aktion lief.

Anfangs interessierte mich das nicht, und habe die Aktion auch aus dem Auge verloren. Nun war ich ja am 22.06.2013 in der Partnachklamm beim Fotografieren und habe feststellen müssen, dass das Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM in manchen Situationen untenrum, in der Landschafts- und Architekturfotografie, immer noch zu lang ist. Dann habe ich lange genug daheim gejammert und dann doch irgendwann die Freigabe bekommen das Objektiv zu kaufen. 
Gleich am nächsten Tag beim Händler angerufen und nachgefragt ob das Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM auf Lager wäre und was es kostet. Der nette Verkäufer sagte "Ja, sogar drei Stück. Soll ich ihnen eins reservieren?". Jetzt wurde ich ganz hibbelig... 
Ich wollte aber noch einmal die Nacht drüber schlafen und erst am nächsten Tag zuschlagen. 
 

Gestern dann bin ich im DSLR-Forum wieder auf das Thema gestoßen in dem die User über die CashBack Aktion von Canon sprechen. In dem Moment kommt mir der Gedanke - "schade, die hast Du nun verpasst"...
Trotzdem bin ich noch einmal auf die Seite von der Canon CashBack Aktion gegangen um nachzuschauen wieviel Geld ich gespart hätte. Ich wusste ja, dass das Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM dabei war. Nun nun fiel ich aus allen Wolken, als ich las, dass die Aktion noch bis Ende Juli läuft. 
Für das Objektiv bekomme ich 200,- Euro CashBack. MediaMarkt verlangt 1.399,- Euro. Das macht nach Adam Riese 1.199,- Euro.

Auf der Aktionsliste stand auch das lang ersehnte Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM. Für dieses bekommt man 100,- Euro CashBack. MediaMarkt verlangt für das Objektiv 799,- Euro. Das macht dann 699,- Euro. 



Jetzt brauchte ich nur noch das "OK" von meinem Finanzminister - und ja, ich habe es bekommen.


So bin ich dann gleich nach Feierabend zum MediaMarkt. Nach ca. 30 Minuten bin ich dann mit einem riesen Grinsen im Gesicht wieder herausgekommen.

Zuhause dann gleich beide Objektive ausgepackt und begutachtet. Mit Verwunderung stellte ich gleich fest, dass beide Objektive bereits mit dem neuen Objektivdeckel Mark II bestückt sind. Das bedeutet, dass Canon nun alle Objektive damit ausliefert. Ich ging immer davon aus, dass die nur die Neuerscheinungen damit bestücken. Die schauen richtig gut aus und lassen sich prima greifen.

 
Anschließend habe ich die Objektive in meinem CPS-Account registriet und das CashBack Formular ausgefüllt. Dann habe ich gemäß Anleitung den EAN-Code aus der Objektivverpackung ausgeschnitten und alles zusammen in einen Brief gesteckt. Der Brief geht heute raus - schauen wir mal wann der Scheck da ist. Canon schreibt was von drei Wochen nach Eingang.

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht und freue mich auf meine nächsten Touren damit ich die beiden Neuen ausprobieren kann.


...ich werde berichten...

Donnerstag, 27. Juni 2013

aus der Fototasche - Canon EOS 40D

...die gute Alte...

Wie bereits angekündigt, werde ich nach und nach etwas über meine verwendete Ausrüstung erzählen. Das ist der erste Beitrag aus der Reihe - "aus der Fototasche" - und ich werde über meine gute alte Canon EOS 40D schreiben. Wie ich zu ihr kam und warum sie in der Fototasche immer noch, obwohl ich nun auch eine 5D Mark II habe, einen festen Platz hat.

Einige werde sich fragen, warum labert der über diese alte Kamera - nun ja, das ist ganz einfach - die 40D verwende ich nun schon seit einigen Jahren und bin mit ihr heute noch gern unterwegs.

Hier mit zwei alten M42-Objektiven

Wie kam ich zu der Kamera:
Die Kamera habe ich mir Anfang 2009 gebraucht bei eBay ersteigert. Der Verkäufer hatte damals angegeben, dass er die Kamera wenig genutzt hat und diese mit nur 4.600 Auslösungen noch recht neuwertig sei. Das Angebot hat gepasst und am Ende hatte ich für 960,- Euro eine, für mich, neue Kamera. Die Abwicklung verlief komplikationsfrei und so konnte ich nach wenigen Tagen das Paket vom netten Postler entgegen nehmen.

Die Freude war groß und das Paket gleich geöffnet. Das erste was ich bemerkte war die recht ordentliche Verpackung - das zweite war der krasse Zigarettengeruch... 
Das war für mich als konsequenter Nichtraucher schon ein harter Schlag, vor allem weil darüber nichts erwähnt wurde. Aber mir ist ja auch klar, dass ein Raucher diesen kalten Rauch anders wahrnimmt als ein Nichtraucher. Auf jeden Fall habe ich den Verkäufer kontaktiert und wir haben uns auf 50,- Euro Nachlass geeinigt.

Nun hieß es also - putzen, putzen, putzen...

Nach den ersten Anwendungen dachte ich mir, der Geruch geht gar nicht mehr raus, aber nach ein paar Wochen und vielen Behandlungen mit diversen Putzmittelchen ging es schon und nach ca. einem halben Jahr habe ich gar nichts mehr gerochen. 
Man sieht also, das der Nikotingeruch sich ganz schön hartnäckig in den Kunststoff reinarbeitet - aber mit Geduld und Ausdauer das auch wieder raus geht.

Wie ging es weiter?
Nun hatte ich also eine neue Kamera die meine damalige Canon EOS 400D ersetzen sollte. Grund für den Wechsel war die LiveView. 
Für die 50,- Euro Nachlass kaufte ich mir über das DSLR-Forum ein gebrauchtes EF-S 18-55 IS damit ich die 400D mit dem 18-55 nonIS als KIT bei eBay wieder verkaufen konnte. Zu Weihnachten gab es dann noch ein EF-S 55-250 IS. Damit war ich schon sehr gut aufgestellt. Von einem befreundeten Canon-User konnte ich mir dann auch ab und an einmal das EF 100 2,8 Makro und das EF 100-400 4-5,6 L IS ausleihen und für meine Ansprüche phantastische Bilder machen. Ich entdeckte die Makro- und Naturfotografie für mich. 

EF-S 55-250 @250mm f6,3 1/100 Sek. ISO 200
EF-S 55-250 @250mm f9 1/640 Sek. ISO 400
EF-S 18-55 IS @28mm f10 1/1000 Sek. ISO 100
EF-S 18-55 @55mm f5,6 1/8000 Sek. ISO 100
EF-S 18-55 @55mm f5,6 1/320 Sek. ISO 100
EF-S 18-55 in Retro-Stellung @55mm f11 1/30 Sek. ISO 100
EF-S 18-55 in Retro-Stellung @55mm f11 1/25 Sek. ISO 100
EF-S 18-55 @55mm f5,6 1/100 Sek. ISO 100
EF 100 Makro f5 1/500 Sek. ISO 400
EF 100-400 @400mm f5,6 1/125 Sek. ISO 100
EF 100-400 @400mm f5,6 1/125 Sek. ISO 100
EF 100-400 @400mm f5,6 1/320 Sek. ISO 100

Technische Details:
  • 10,1 Megapixel-Sensor im APS-C-Format
  • 6,5 Bilder in der Sekunde
  • 3,0-Zoll LCD-Monitor mit Livebild-Funktion
  • DIGIC III Prozessor
  • Magnesiumgehäuse
  • Kompatibel mit allen EF/EF-S-Objektiven und EX-Speedlites 
Das hörte sich nicht nur 2007 toll an - das ist immer noch Prima! 
Dank der 10 Megapixel ist das Sensorrauschen der 40D bis ISO 400 in dunklen Bildbereichen nur gering und wurde erst mit noch höheren ISO-Stufen stärker. Im Vergleich zu der 7D eines Freundes hat er mich immer um die rauscharmen Bilder beneidet. Dieses war bereits mit ISO 200 deutlich zu erkennen. Dafür hat die 7D aber auch fast doppelt so viele Pixel (18 Megapixel) auf der gleichen Senorfläche. Die 10 Megapixel sind mir bis heute nicht zu wenig. Im direkten Vergleich mit meinen Fotokameraden habe ich mit der 40D also nie wirklich schlecht abgeschnitten. Und schaut euch doch mal die Bilder an...
EF-S 55-250 @229mm f8 1/125 Sek. ISO 100
EF-S 55-250 @250mm f6,3 1/320 Sek. ISO 100

...die sind doch vollkommen OK.
Tipp wegen ISO-Rauschen:
Bilder die im RAW-Format mit Canon-Kameras (ich spreche jetzt aus Erfahrungen mit der 40D und der 5D Mark II) aufgenommen wurden haben im hellen Bereich recht viel Reserven. Das bedeutet, ihr könnt eure Bilder locker um eine Blende überblichten und diese Überbelichtung dann im RAW-Konverter wieder zurück nehmen ohne ausgefressene Stellen zu haben (Histogramm beachten!). Positiver Nebeneffekt ist, dass auch das ISO-Rauschen entsprechend reduziert wird. Wenn man das weiß, kann man das gezielt einsetzen und auch in Situationen in denen man mit der ISO hochgehen muss noch qualitativ gute Bilder machen...
Außerdem muss man ja auch bedenken, ich mache meine Bilder zu 90% für die Webausgabe und nur der Rest wird ausbelichtet. Mit 10 Megapixeln können selbst Posterausdrucke auf 60x75 cm ohne für mich erkennbaren Qualitätsverlust erstellt werden. Wenn man bedenkt, dass für eine Bildschirmauflösung 1920 x 1080 Pixel bereits 2 Megapixel und für einen Fotoausdruck im A4 Format 5 Megapixel reichen verstehe ich den ganzen Megapixelwahn nicht. 

Der Unfall:
Am 04.01.2012 ist etwas dramatisches passiert. An dem Tag hatte ich frei und bin in den Botanischen Garten München gegangen um Schmetterlinge zu fotografieren. Ich war einer der Ersten und konnte schöne Bilder machen...


Sigma 150 Makro f13 1/8 Sek. ISO 100
Sigma 150 Makro f9 8 Sek. ISO 100
Sigma 150 Makro f9 2 Sek. ISO 100

...gegen Mittag habe ich mir dann einen Sitzplatz gesucht und habe meine Ausrüstung, die 40D mit dem Sigma 150 auf dem Stativ, an die Seite gestellt. Während ich da so sitze konnte ich einen Schmetterling beobachten der gerade aus seiner Puppe schlüpfte. Fasziniert davon und im Gespräch mit Besuchern und der Betreuerin in der Ausstellung abgelenkt geschah es dann - eine Frau hat sich umgedreht und mit ihrem Rucksack das Stativ umgerannt. Jetzt lagen mein Stativ, die Kamera mit Bauteilen vom Objektiv als eine Einheit, und der Rest des Objektives vor meinen Füßen. Ohh mein Gott! Ich war total perplex! 
Fotografieren kann ich heute nicht mehr - das war klar.
Ich hab erstmal alles zusammengepackt und bin aus dem Schmetterlingshaus rausgegangen. Draußen habe ich dann auf die Frau gewartet und mich dann mit ihr unterhalten. Ihr war die Situation auch unangenehm. Wir tauschten die Adressen aus und sie hat noch am selben Abend den Vorfall an ihre Versicherung gemeldet. Ich habe die Ausrüstung zu Foto-Video-Sauter gebracht damit die sich um einen Kostenvoranschlag für das jeweilige Teil kümmern. 
Nach bereits einer Woche lagen beide Kostenvoranschläge vor und die Versicherung stimmte der Reparatur zu. Nach einer weiteren Woche war alles fertig und ich konnte alles beim Sauter abholen. Die Abwicklung mit der Versicherung war kein Problem und nach bereits zwei weiteren Tagen war der Scheck bei mir. Das war TOP! Seit dem habe ich das Gefühl, sind die Bilder mit dem Sigma besser als zuvor.

...und heute?
OK - zwischenzeitlich fotografiere ich mehr mit der 5D Mark II. Das liegt aber zu 70% am Will-Haben-Faktor und zu 30% an den geänderten Anforderungen an die noch etwa bessere Bildqualität. Auch ist die in der Foto-Scene entwickelte Einstellung, dass man nur mit dem Kleinbildformat gute Bilder machen kann, schuld daran. Aber ich muss schon auch zugeben, dass die Bilder der 5D Mark II noch einmal mehr Brillanz haben und die Objektive hier noch etwas besser abbilden.

Habe ich nun deswegen die 40D in den Ruhestand geschickt? Wenn man bedenkt, dass der Auslöser nun bereits 75.000 gedrückt wurde! Verdient hätte sie es.
JEIN!

Ich nutze sie heute zwar nur noch selten. Sie ist zur Back-Up-Kamera "degradiert" worden. Außerdem darf sie alle meine Zeitraffer machen. Manchmal gibt es auch Situationen in denen man einen zweiten Body gern dabei hat um nicht ständig das Objektiv wechseln zu müssen. Auch sind die 6 Bilder in der Sekunde ein Grund der für die Kamera spricht. Außerdem würde ich auf dem Gebrauchtmarkt für die Kamera nur noch ca. 250,- Euro bekommen. 

Deswegen darf sie nun in der Fototasche bleiben und hin und wieder beweisen, dass sie immer noch gute Bilder macht. Vielleicht kann ich meine Kinder für die Fotografie begeistern. Dann habe ich auch eine Kamera mit der sie "spielen" dürfen.

Fazit:
Die Kamera ist nun schon sechs Jahre auf dem Markt und kann mit den Anforderungen von Presseagenturen nicht mehr mithalten. Für Privatanwender, die ihre gemachten Bilder im Internet zeigen und für das Familienalbum entwickeln wollen, ist die Kamera aber immer noch TOP. Außerdem kann man mit ihr die günstigeren EF-S Objektive verwenden die speziell für den APS-C-Sensor entwickelt wurden.

Dienstag, 25. Juni 2013

Mein Insektenhotel

Vor zwei Jahren kam ich über das Internet das erste Mal mit dem Wort "Insektenhotel" in Berührung. Schnell waren einige Seiten gelesen, dutzende Bilder angeschaut und am Ende, wie soll es auch anders sein, der Wunsch geboren ein eigenes Insektenhotel zu bauen. 

Aber was ist das eigentlich - ein Insektenhotel? 


Ein Insektenhotel ist künstlich geschaffener Ort an dem man im Garten oder Balkon ein Zuhause für Insekten schafft. Das kann ein Holzklotz sein in dem man Löcher bohrt, oder eine Kiste die mit einem Lehm/Sand –Gemisch gefüllt ist. Das können Schilf- oder Bambusröhren sein. Die Möglichkeiten sind groß…


Gärten müssen heute perfekt gestylt und geplant sein – man will dem Nachbarn ja zeigen wer den besten Rasen hat…

Leider gibt es in solchen Gärten nicht mehr so viel Wohnraum für Insekten, weswegen das Angebot an unterschiedliche Insektenhotels, mittlerweile in fast jedem Baumarkt und Gartencenter, stetig wächst. Für ein paar Euro kann man dann im Garten den Insekten was Gutes tun.
Man versucht also mit so einem Hotel Nützlinge in den Garten zu holen die dann die Bestäubung der Blüten übernehmen und/oder Schädlinge vertreiben bzw. fressen.

Wie bereits Anfangs erwähnt, habe ich mich dazu entschlossen mir ein eigenes Insektenhotel zu bauen. Erst habe ich noch im Garten einen Platz definiert und dann ging es auch schon ab in den Baumarkt. Ich hatte durch das stöbern im Netz bereits eine ganz gute Vorstellung davon was ich bauen wollte und habe im Baumarkt die entsprechenden Teile besorgt. Am Ende waren es knapp 60,- Euro für…


  • 2x Holzbalken 10x10 2,50 Meter
  • 2x Bodenanker für Balken
  • 4x Holzbretter
  • 1x Schilfmatte 1 x 10 Meter
  • eine Schachtel Nägel
Über die nächsten Tage baute ich dann mein eigenes Insektenhotel.


Schnell stellten sich die ersten Tiere ein die dann auch mit Fotos dokumentiert habe. Meinem Hobby der Makrofotografie konnte ich nun direkt vor der Haustür nachgehen. Ich konnte bereits diverse Arten von Bienen, Hummeln, Wespen, Spinnen und Käfern beobachten und hin und wieder mal ein schönes Foto machen.


In diesem Blog möchte ich auch dokumentieren wie sich das Insektenhotel verändert. Wer einzieht, wer eine Familie gründet und welch dramatische und manchmal auch lustige Momente ich am Insektenhotel beobachten konnte. Einige der eingestellten Bilder werden keine TOP-Fotos sein, sollen aber als dokumentarisches Bilderalbum gesehen.


Hier ein paar Impressionen aus dem letzten Jahr...








Sonntag, 23. Juni 2013

Fotokurs - Wilde Wasser - Partnachklamm - Ergebnisse

Das war ein toller Tag und ein tolles Erlebnis.

Das ist der gestrige Tag auf ein paar Worte reduziert. Ausführlicher war es dann so...

Samstag Morgen 7:00 Uhr - es regnet! Oh nein...! Kurz eine SMS an den Kursveranstalter und nachgefragt ob der Kurs nun stattfindet oder nicht. Antwort - Ja, findet statt.

Nun gut, alles ins Auto und auf nach Garmisch-Partenkirchen. Kurz vor 9:00 Uhr Ankunft am Olympiastadion. Parkplatz gesucht und Parkschein gelöst. Direkt nach mir kam Andreas Straus an und nach einer gegenseitiger Vorstellung wurde gemütlich fachgesimpelt und auf die anderen Teilnehmer gewartet.

Kurz nach neun waren wir dann komplett und sind mit Sack und Pack zu Fuß zur Partnachklamm gewandert. Als wir dann dort angekommen waren wurde erst einmal über die grundlegenden Einstellungen gesprochen und diese vorgenommen. Dann positionierte sich die Gruppe auf einer Brücke die über die Klamm führt und machten die nächste Stunde von dort die ersten Fotos.



Gegen 11:30 Uhr haben wir dann die Klamm in Angriff genommen. Es war uns bereits klar, dass obwohl das Wetter nicht so einladend war, doch eine Menge Leute durch die Klamm gehen werden. Also haben wir vereinbart, jeder geht den Weg auf eigene Faust und macht die Bilder wo er möchte und wir treffen uns am Ende. 
OK - also auf eigene Faust - schauen wir Mal ob das was wird...


Die Klamm ist Eng, die Klamm ist Dunkel und für ein brauchbares Foto ist die Belichtungszeit bei ISO 100 doch recht lang. Also ist ein Stativ ein wichtiges Hilfsmittel - aber ein Stativ braucht Platz...! Der Weg durch die Klamm ist also ein Kampf mit den Gegebenheiten vor Ort und den Notwendigkeiten für gute/interessante Fotos. 

Viele Stellen gibt es nicht an denen man sich Zeit lassen kann, da die Leute ungehindert an einem vorbei kommen - aber es gibt ein paar. An den jeweiligen Stellen wurde dann aber jede Richtung und alle Möglichkeiten ausgenutzt.

Knapp eine Stunde - dann war ich durch. Klar, ich war der Erste - schon wieder...
Also habe ich meine Brotzeit ausgepackt und Leute beobachtet. Alle waren sie da, Chinesen, Japaner, Amerikaner, Inder, Araber und Deutsche - aber alle haben dasselbe gemacht - Fotos nach dem Motto - "ich war da...". Ist doch schön, dass so verschieden wir doch alle sind, uns doch solche Kleinigkeiten wieder vereinen.

Nach und nach kamen dann auch die Anderen an. Sofort wurde natürlich abgecheckt, wie man das fand und was man für ein Gefühl bei den eigenen Bildern hat. Ich war total verunsichert, da ich erstens der schnellst war und die Lichtbedingen doch sehr extrem waren.

Anschließend machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück durch die Klamm. Ausgemacht war, dass wir dann am Ende in das Wirtshaus einkehren und ein spätes Mittagessen zu uns nehmen und die Bilder besprechen. Andreas hat seinen Laptop vorsorglich bereits dort deponiert und ein Separee organisiert.
Wir bestellten unser Essen und Einer nach dem Anderen holte seine Speicherkarte aus der Kamera. Ab jetzt war mir klar - jetzt mal Butter bei die Fisch - jetzt kommst Du nicht mehr aus. Alle sehen jetzt deinen Mist. Aber so schlimm war es gar nicht. Jeder hatte sehr gute Bilder dabei und überall wurde vom Profi besprochen was man beim nächsten Mal anders machen könnte. 

Wir merkten recht bald, dass die Zeit schon recht weit vorangeschritten war, haben den Kurs aber gemütlich ausklingen lassen und fast eine Stunde überzogen. Gegen 18:00 Uhr kamen wir wieder am Parkplatz an und verabschiedeten uns voneinander. Wir haben alle einige gute Bilder gemacht, haben eine Menge gelernt und hatten alle einen riesen Spaß - was ja auch das Wichtigste ist - oder?

Ich kann euch den Kurs nur empfehlen. Er war spannend gehalten, der Kursleiter hat einen tollen Job gemacht und ich habe wieder ein paar schöne Fotos auf der Platte :-)

Nun Schluss mit dem ewigen Gelaber - hier ein paar Bilder...