Dienstag, 28. Januar 2014

Zeitraffer mit dem CamRanger - MP-360

...5. Teil - Arbeit mit dem MP-360...

Jetzt haben wir schon einen Zeitraffer erstellt und sind mit den Ergebnissen mehr oder weniger zufrieden.

Nun vertreibt CamRanger diesen MP-360. Das ist ein Motorkopf mit dem man eine montierte Kamera 360° drehen und 15° nach oben und unten neigen kann.

MP-360 und PT-Hub inkl. Kabel und Kabelfernbedienung
Das Schöne daran ist, dass man den MP-360 Kabellos über das iPad oder iPhone steuern kann und dass es möglich ist, alle anderen Funktionen des CamRanger wie z. B. HDR & Zeitraffer damit zu kombinieren.
So ist es möglich unseren Zeitraffermodus und die Bewegung des Motorkopfes zu kombinieren. In der App heißt dieser Modus "Shoot Move Shoot". Also zu deutsch "Auslösen Bewegen Auslösen". Es ist uns also damit möglich einen bewegten Zeitraffer "kabellos" zu erstellen.

Das Wort Kabellos ist deswegen in Anführungszeichen, weil es doch Kabel braucht um den CamRanger mit dem PT-Hub und diesen mit der Kamera und dem MP-360 zu verbinden. Also haben wir drei Kabel die die Geräte miteinander verbinden.

Warum sollte ich denn das Gerät kaufen? Immerhin kann man aus einem statischen Zeitraffer auch einen bewegten machen?

Einer der Vorteil ist, dass man nun keine großen RAW Dateien mehr braucht um eine Bewegung im Video zu vollziehen sondern kann komfortable sRAW Dateien erstellen. Diese haben aus der Canon 40D eine Abmessung von 1.936 x 1.288 Pixel und aus der Canon 5DII eine Abmessung von 2.784 x 1.856 Pixel. Das reicht für FullHD Videos vollkommen aus, spart Speicherplatz und Rechenzeit der Programme am PC. Trotzdem hat man alle Möglichkeiten eines RAWs in der Bildbearbeitung.
Außerdem kann man nun bewegte Zeitraffer erstellen die einen größeren Blickwinkel abdecken. Bei der Methode des bewegten Zeitraffer aus einem statischen kann man sich nur im Bildkreis bewegen den das verwendete Objektiv abdeckt. Mit dem MP-360 kann ich den Blickwinkel so weit drehen wie ich möchte. Theoretisch kann ich mich unendlich oft um die eigene Achse drehen.

CamRanger App im Hochformat

Steuern kann man den MP-360 über einen neuen Reiter "Tripod". Diesen sieht man nur, wenn der PT-Hub mit dem MP-360 angeschlossen ist. Also nicht wundern, wenn ihr diesen nicht seht. In diesem Menü bekommt man ein Steuerkreuz angezeigt mit dem die Bewegungsrichtung vorgegeben und über einen Slider unterhalb des Steuerkreuzes die Geschwindigkeit geregeln werden kann. Außerdem ist in diesem Menü ein kleines ominöses Pluszeichen.



Hinter dem Pluszeichen verstecken sich weitere Funktionen die ich nun ansprechen möchte.

das ausgeklappte Menu
  • Shoot Move Shoot
  • Bulb Ramping
  • Tools
Shoot Move Shoot-Modus
...zu deutsch "Auslösen - Bewegung - Auslösung" - also unser bewegter Zeitraffer Modus. Hier hat man im Grunde dieselben Werte einzutragen wie bei einem Zeitraffer (siehe Teil 2). Zusätzlich gibt es noch ein Feld "Move Direction" = Bewegungsrichtung und ein Feld "Move Duration" = Bewegungsdauer. Hierüber steuert man die Bewegung des Zeitraffers.

Untermenü - Shoot Move Shoot
Aber fangen wir erstmal mit den Werten an die wir bereits kennen an...

Menge der Bilder für den Zeitraffer
Verzögerung zwischen den einzelnen Bildern

Jetzt wird es spannend - jetzt geben wir die Bewegungsrichtung an. Es gibt folgende festen Werte...

Move Direction
  • Up = nach oben
  • Down = nach unten
  • Right = nach rechts
  • Left = nach links
  • None = keine Bewegung
Diese Werte sind nicht kombinierbar und werden von der aktuellen Position aus abgefahren. Das ist einer der Punkte die aus meiner Sicht überarbeitet werden könnten. Dazu habe ich bereits etwas in einem anderen Artikel geschrieben...
Also wir müssen uns für eine der fünf Möglichkeiten entscheiden - wovon die Letzte nicht wirklich sinnvoll ist. Wenn ich keine Bewegung haben möchte kann ich den ganz normalen Zeitraffermodus verwenden...


So und nun zum letzten Punkt "Move Duration" / Bewegungsdauer. Hier müssen wir eine Bewegungsdauer in Millisekunden eintragen - und genau das ist das Problem.

Warum Bewegungsdauer - Strecke oder Winkel wäre doch viel sinnvoller!

Da habt ihr vollkommen Recht - wer weiß schon, wie weit das Gerät verfährt in einer bestimmten Zeit? Man weiß, man möchte einen Weg von 180 Grad während des Zeitraffer verfahren aber wie viele Millisekunden sind das dann pro Schritt?
Auch aus diesem Grund habe ich den Entwicklern mitgeteilt, dass das überarbeitet werden sollte. Es ist einfach nicht logisch. Vor allem spielt auch noch die eingestellte Geschwindigkeit (Slow / Fast) eine Rolle. Denn wenn ich einen Motor einen bestimmte Zeit ansteuere ist der Weg den dieser verfährt bei "Slow" kürzer als bei "Fast".

Gehen wir nun mal davon aus, wir haben alle Daten eingetragen. Nun können wir auf Start drücken und das Zeitrafferprogramm wird auf den CamRanger übertragen der dann dieses abarbeitet.

Hier für euch ein Beispielvideo.


Einstellungen waren - Verzögerung: 10 Sekunden - Bewegung: 25 Millisekunden mit normaler Geschwindigkeit.

Im folgenden Video hatte ich 15 Millisekunden mit normaler Geschwindigkeit eingestellt. Für mich ist diese Bewegung viel harmonischer...


Für meinen Geschmack sind die 25 Millisekunden bereits zu schnell, was bedeutet, dass ich meine künftigen Zeitraffer mit 10 bis max. 20 Millisekunden machen bzw. planen werde.


Bulb Ramping

Zum Bulb Ramping-Modus kann ich noch nichts schreiben, da ich diesen bisher nicht verwendet habe. Ich schau mal wofür ich das nutzen kann und bin auf eure Meinungen bzw. Vorschläge gespannt.


Tools

Am Ende gibt es noch den Menüeintrag "Tools". In diesem wird lediglich die Zeit mitgeschrieben die der Motorkopf verfährt.




Aber wofür braucht man das...?


Diesen Menüeintrag darf man nicht unterschätzen - hierüber kann man die Millisekunden für den Zeitraffer berechnen - und das geht so...
  1. Man richtet den Kopf auf die Startposition aus
  2. Klick auf  "Clear" = Löschen bzw. auf Null setzen
  3. Kopf per Steuerkreuz bis zur Endposition verfahren
  4. Angezeigt wird nun die Bewegung in Sekunden
  5. Jetzt rechnet man die Sekunden in Millisekunden um und teilt das durch die Anzahl an Auslösungen.
Gehen wir davon aus, dass ein Schwenk von 180 Grad 26,6 Sekunden dauert und wir 1.400 Bilder aufzeichnen wollen. Daraus ergibt sich folgender Rechnenweg...

1 Sekunde = 1.000 Millisekunden

26,6 Sekunden = 26.600 Millisekunden

26.600 Millisekunden / 1.400 Auslösungen = 19 Millisekunden


Also, so ganz unsinnig ist dieser Menüeintrag doch nicht :-)


Gut, jetzt haben wir alle Menüeinträge, bis auf Bulb-Ramping, besprochen und können nun einen bewegten Zeitraffer mit dem MP-360 erstellen. Die Bearbeitung der Bilder und das Rendern des Videos funktioniert auf dieselbe Art und Weise die ich bereits angesprochen habe. Dadurch, dass wir nun mit sRAW fotografieren, ist die zu verarbeitende Datenmenge viel geringer und die Verarbeitung läuft viel schneller.

Fazit:
Klar ist der CamRanger kein Schnäppchen und im Vergleich zu DSLR-Dashboard bzw. DSLR-Controler wirklich teuer. Aber das Komplettpaket das der CamRanger mit MP-360 und dem PT-Hub aktuell bietet ist echt beeindruckend und für iOS das einzige mir bekannte System.

Links:

Montag, 27. Januar 2014

Bilder vom Wallberg

...sogar mit Schnee...

Es war windig, kalt und nebelig, trotzdem hat es acht total motivierte Teilnehmer nicht davon abgehalten am Samstag Morgen um 8:30 Uhr, per Seilbahn, auf den Wallberg zu fahren um dort ein paar Stunden gemeinsam zu fotografieren. Am Vortag hat es den benötigten Schnee auf die Landschaft geschneit, sodass alles schön weiß, aber die Randbedingungen halt nicht optimal waren.

Los ging es nahe der Bergstation mit Schneeverwehungen. Hier ging es erstmal grundsätzlich um die Kameraeinstellungen und wie man die Formen im Schnee auf den Sensor bringt.

Dann sind wir weiter Richtung Gipfel gestiegen - als uns eine Lücke in der Wolkendecke einen tollen Blick auf den Tegernsee und die Umgebung ermöglichte. Dort haben wir eine halbwegs stabile Stelle aufgesucht und die Kamera gezückt.



Währenddessen haben sich zwei Gleitschirmflieger über uns fertig gemacht, und als die Beiden dann soweit waren war die Lücke in der Wolkendecke schon wieder zu. Deswegen mussten wir den Start im Nebel fotografieren.

 

Anschließend stiegen wir weiter auf in Richtung Gipfel. Mit ein paar Foto- und Verschnaufpausen waren wir dann auch bald am Gipfelkreuz. Dort habe ich dann erst ein Panorama erstellt und dann, es war ja alles schon aufgebaut, habe ich ein Gruppenfoto von uns Gipfel-"Stürmern" gemacht.


Danach haben wir unsere Sachen gepackt und sind wieder Richtung Panoramarestaurant gegangen und haben dort gegessen, getrunken, gequatscht und die Bilder am Laptop besprochen.
Viel zu schnell war die Zeit vergangen und wir mussten uns sputen, die letzten Gondeln ins Tal zu bekommen.

Ich fand den Fotokurs wieder einmal sehr gelungen. Auch wenn das Wetter nicht optimal war konnten wir doch einige gute Aufnahmen mit nach Hause nehmen. Zusätzlich habe ich wieder ein paar interessante Leute kennen gelernt.

Links:

Samstag, 25. Januar 2014

Bilder aus dem Zillertal

...ich habe den Schnee gesehen...

Ich wurde eingeladen ein Wochenende auf einer einsam gelegenen Hütte im Zillertal zu verbringen. Angesagt war Spaß und Entspannung - also beste Voraussetzungen für eine schöne Zeit.

Nachdem der Winter ja hier nirgendwo zu sehen ist/war habe ich mich auch auf Schnee gefreut.

Ich hatte natürlich auch die Kamera dabei. Ich wollte ein paar Zeitraffer und Panoramen machen und das habe ich dann auch gemacht. Außerdem wollte ich Sternenwanderungen bzw. Startrails aufnehmen, aber Abends zog immer der Himmel zu, sodass daraus nichts wurde.

Die Zeitraffer habe ich für meine Artikel "Zeitraffer mit dem CamRanger" erstellt. So hatte ich neues Bildmaterial für die Besprechungen. Schade ist, dass die CamRanger-App immer noch diesen "Fehler" im Zeitraffermodus hat (die Entwickler sind schon dran). So gingen mit dem MP-360 nicht mehr als 255 Bilder - entsprechend kurz sind die Sequenzen geworden...


Am Samstag Mittag unternahmen wir eine Schneeschuhwanderung zur Kapaunsalm (1.911m). Auf dem Weg habe ich auch ein Panoramaaufnahme gemacht.

https://drive.google.com/file/d/0B2DfNAwzpCvTWUt5WGJWNHh0OGc/edit?usp=sharing
Blick von der Kapaunsalm auf die umliegende Landschaft
unten im Nebel - Zell am Ziller
Blick am Abend auf die Landschaft
unten unser Hütte
Morgenstimmung
Flarespielereien
Einfach geniales Wetter


Freitag, 24. Januar 2014

CamRanger Zeitrafferbug

...Rückmeldung von den Entwicklern...

Es gibt positive Nachrichten von den Entwicklern. Heute bekam ich von Dave eine Mail, dass der Fehler gefunden wurde und sie in Kürze eine neue Appversion veröffentlichen werden.



Ich freue mich schon darauf - dann wird wieder Zeit gerafft...

Links:


Donnerstag, 23. Januar 2014

Fotokurs - Schnee, Eis und Berge - Winterlandschaft auf dem Wallberg

...Fotokurs am Samstag...

Am Samstag nehme ich an einem Fotokurs, organisiert von meiner Lieblingsfotoschule, teil. Ziel ist der Wallberg bei Tegernsee. Dort wollen wir das Thema "Winter" fotografisch durcharbeiten.

Zwar sieht es nirgendwo wirklich nach Winter aus, aber ich denke, dass es auf ca. 1.700 Meter Schnee sicher haben wird. Vor zwei Wochen war ich im Zillertal und dort hatte es in den Höhen Schnee. Insofern bin ich gespannt was uns auf dem Wallberg erwartet.

Unser Trainer ist Andreas Strauss. Mit ihm war ich schon in der Partnachklamm. Das hatte damals so viel Spaß gemacht und diesmal erwarte ich nicht weniger... :-)

Ich plane für mich ein paar Panorama- und  Landschaftsaufnahmen. Schauen wir mal was noch alles gemacht wird.

Das nehme ich alles mit:
  • die 5D Mark II
  • das EF 24-70
  • das Gitzo mit dem Novoflex CB5 inkl. Panoramaplatte und Makroschlitten
  • den Pol- und den ND-Filter
  • Schneeschuhe
  • Handschuhe und Mütze
  • Winterstiefel
  • Verpflegung
Das angesagte Wetter dämpft etwas die Vorfreude, aber schauen wir mal wie es wird - ich hoffe, dass der Kurs nicht abgesagt wird, da der Samstag bereits der Ausweichtermin ist...


EDIT:
Die Wettervorhersage wird immer besser...


Links:

Mittwoch, 22. Januar 2014

Schmetterlinge fotografieren

...Termin Anfang Februar...

Ich wurde angesprochen, einen gemeinsamen "Fotoausflug" in den botanischen Garten München zu organisieren. Nun ja, organisieren ist etwas hochtrabend - aber so hat man die Möglichkeit sich mal wieder zu treffen...

Termin haben wir noch nicht fest gemacht. Es soll aber das erste Februarwochenende werden.

Also entweder 01.02. oder 02.02. um 9:00 Uhr am Eingang botanischer Garten München.

Hier der Link zum Doodle.


Der Termin mit der meisten Beteiligung wird es werden.

Eintritt: 5,- Euro pro Person (3,- Euro ermäßigt)

Tipp von mir:
Legt in die Fototasche eine Wärmflasche. So ist die Kamera
wenn wir ins Schmetterlingshaus gehen schön warm und beschlägt nicht.

Sinnvolle Ausrüstung:
  • Kamera - klar
  • Objektiv - eigentlich auch klar - aber wir brauchen eines mit Makro-Modus oder gleich ein richtiges Makroobjektiv
  • Stativ - wird zwar nicht gern gesehen aber geduldet. Wenn es voller wird müssen wir halt zusammenpacken und wo anders weiter machen...
  • Handtuch - um die Kamera zu schützen wenn die Beregnungsanlage läuft oder um ein paar Tropfen wegzuwischen
  • Kabelauslöser oder Funkauslöser - zur Not kann auch der 2 Sek. Selbstauslöser genommen werden
  • Aufheller und Reflektoren - jetzt nicht die riesigen Dinger - aber eventuell so große wie ein Bierfuizel mit der Folie einer Rettungsdecke beklebt
Ich werde dann meine beiden Makroobjektive mitbringen. Dann kann ein Canonuser, der kein Makro hat, auch ein bisschen spielen.

Links:

Dienstag, 21. Januar 2014

Schmetterlinge

...aus dem botanischen Garten München...

Heute mal ohne viel Text...

 
 
soll ich springen?
 
ein bisschen zerzaust der Kleine - aber ein perfekter Ansitz...!
Bananenfalter - Next Generation



Sonntag, 19. Januar 2014

Zeitraffer mit dem CamRanger - Video

...4. Teil - Erstellung des Videos...

Im ersten Teil sprach ich über die Grundlagen, im zweiten Teil über die Einstellungen und im dritten Teil über die Überwachung der Einstellungen während des Zeitraffer. Jetzt haben wir einen Haufen Bilder und machen daraus ein Video.

Anfangen können wir ja damit, dass wir erstmal die Bilder von der Speicherkarte auf den Computer übertragen. Ob ihr das per Drag & Drop, über die Windowsinterne Importfunktion, oder wie ich per Lightroomimport macht, spielt erstmal keine Rolle - aber ihr solltet die Bilder auf der Festplatte wieder finden können...

Ich sortiere dann die Bilder des Zeitraffers in einen Unterordner. Wenn ich an einem Tag mehrere Zeitraffer gemacht haben dann erstelle ich für jeden Zeitraffer einen eigenen Unterordner.

Als Bildmaterial verwende ich einen Zeitraffer den ich letztes Wochenende mit dem CamRanger erstellt habe.

Noch bevor ich irgendwelche Anpassungen an den Bildern vornehmen öffne ich LRTimelapse 3. Ich wähle den Ordner in dem sich die Bildsequenz befindet und arbeite dann gemäß der Anleitungen von Gunther Wegner. Ich verweise dafür gern auf die Tutoirals auf den Seiten von LRTimelapse. Diese Lehrvideos sind zwar in englisch gehalten - aber auch mein schlechtes Schulenglisch reicht aus um alle Schritte nachvollziehen zu können. (@ Gunther - sollte ich totalen Quatsch von mir geben dann bitte sagen...)

Hier in diesem Video zeige ich euch meinen Weg, der sich von dem Weg den Gunther erklärt, nicht wesentlich unterscheidet. Die Anpassungen die ich vornehme beziehen sich auf die Bilder meines Zeitraffers. Für eure eigenen Bilder müsst ihr eure eigenen Anpassungen vornehmen...!

Teil 1 

Teil 2

Ich habe für euch den Zeitraffer einmal "statisch" und einmal "per Software bewegt" gerendert.


statischer Zeitraffer
16:9 Ausschnitt aus Vollbild

bewegter Zeitraffer
kleinerer 16:9-Ausschnitt aus dem Vollbild 
per Software vollzogene Bewegung

Ich finde einen bewegten Zeitraffer immer sehr spannend - man gibt dem Gesehenen noch eine weitere Dimension. Dadurch wirkt das Ganze noch tiefer.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Arbeit geben. Wie bereits gesagt, ist das mein Arbeitsablauf mit dem ich zu meinen Ergebnissen komme. Ihr sollt dies nicht als den einzigsten Weg sehen sondern das soll euch den Einstieg etwas erleichtern.
Mich erreichen immer wieder Mails in denen ich gefragt werde ob ich etwas dafür bekomme, dass ich für CamRanger so viel "Werbung" mache.

Meine Antwort darauf ist - "Ich hoffe doch!"

Warum?

Ich sehe die Sache so... Wenn die Entwickler, dadurch dass ich meine Artikel veröffentliche, das eine oder andere Gerät mehr verkaufen, sie die Entwicklung der Firmware und App weiterführen und das System immer weiter ausbauen, davon profitiere am Ende dann auch wieder ich... Klar - oder?
Jetzt wisst ihr also, wie das mit dem Erstellen eines Zeitraffers ungefähr funktioniert. Wir haben auch gesehen, wie man aus einem "statischen" einen "bewegten" Zeitraffer macht.
Im nächsten Teil zeige ich wie man mit dem neuen MP-360 und dem CamRanger einen bewegten Zeitraffer erstellt und welche Vorteile man damit hat.

Links:

Mittwoch, 15. Januar 2014

Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD

...interessantes Teil...

Tamron hat bereits Ende letzten Jahres das Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD vorgestellt. Seit dem ist die Fotogemeinde wieder einmal zwiegespalten.
 

Hier mal ein paar Daten:
Brennweite [mm]150-600
Bildwinkel16-4
BauweiseDrehzoom
Anzahl Blendenlamellen9
Kleinste BlendeF/32-40
kürzeste Einstellentfernung [m]2.70
Max. Abbildungsmaßstab1:5
Filtergröße [mm]95
Gewicht [g]1951
Größter Durchmesser x Baulänge [mm]105.6mm x 257.8mm
LichtstärkeF/32-40


Einige sehr interessante Eckpunkte die es Wert sind das Objektiv mal etwas genauer anzuschauen.

In den diversen Fotoforen wird bereits heftig Diskutiert. Die einen sind total begeistert ein Objektiv mit einem solchen Zoombereich bekommen zu können. Die anderen kritisieren bereits die mögliche Qualität der Linse. Sprechen über Serienstreuung, Schärfe und Bildstabilisator und zerreißen die Linse ohne offizielle Tests gesehen bzw. gelesen zu haben.

In den USA ist dieses Objektiv bereits seit Dezember verfügbar und es tauchten die ersten Userbilder die mit dieser Linse gemacht wurden in diversen Foren und Blogs auf. Teilweise waren die gezeigten Bilder und Berichte, aus meiner Sicht, gut und verstärkten das "Haben Wollen"-Gefühl. Andere wiederum zeigten, dass mit diesem Objektiv nicht wirklich gute Bilder machbar sind.
Nun stellt sich die Frage, liegt das an der angesprochenen Serienstreuung oder an der Fähigkeit des Fotografen. Ich gehe mal von letzterem aus.

Der Vertrieb beginnt am 17.01.2014, also bereits in ein paar Tagen, mit einer UVP von 1.399,- Euro. Vorerst wird es nur eine Canon-Version geben. Nikon- und Sony-Versionen werden folgen.

Bereits heute ist die Linse in diversen Onlineshops gelistet. Das günstigste, mir bekannte Angebot hat derzeit Foto-Video-Sauter. Sie bieten das Objektiv für 1.099,- Euro an, haben es aber noch nicht auf Lager.

Für diesen Preis ist das Objektiv definitiv einen genaueren Blick wert.

Links:

Dienstag, 14. Januar 2014

Digitale Fotopraxis Panoramafotografie

...jetzt kann ich was lesen...


Schon seit Jahren erstelle ich hin und wieder einmal ein Panorama. Ich war auch mit den Ergebnissen auch mal mehr, mal weniger zufrieden. Trotzdem wollte ich immer etwas tiefer in die Materie einsteigen.

Mittlerweile habe ich meine Ausrüstung gut ausgebaut - im Grunde habe ich fast ein komplettes Novoflex VR-System II in meiner Fototasche. Jetzt fehlte nur noch ein Buch aus dem ich dann die Theorie saugen kann.

Heute kann ich dieses Buch von meiner Wunschliste streichen (Danke Maik)...

 

Hiermit sollte mir der Einstieg in die "bessere" Panoramafotografie gelingen - oder?

Samstag, 11. Januar 2014

Dubai Weltrekord 2014

...das größte Feuerwerk der Welt...

Das Märchen aus tausendundeiner Nacht assoziiere ich in der heutigen Zeit mit Dubai. Nirgendwo wird das Wort "SUPERLATIVE" so gelebt wie dort.

Zum Jahreswechsel 2013/2014 hat man sich in Dubai gedacht man müsse noch einen drauf setzen...

Geplant war das größte Feuerwerk der Welt zu inszinieren - und das kam dabei heraus...




In den sechs Minuten wurden nach Angaben von GuinnesWorldrecords über 500.000 Feuerwerkkörper über eine Länge von 94 km entlang der Küste des Golfs gezündet.

Echt beeindruckend...!

Links:

Freitag, 10. Januar 2014

Zeitraffer mit dem CamRanger - Überwachung

...Teil 3 - während des Zeitraffers...

Im ersten Teil haben wir die Grundlagen und im zweiten Teil die Einstellungen am CamRanger und der Kamera besprochen. Heute geht es darum, was man während des Zeitraffers machen muss bzw. machen kann.

Geendet habe ich im 2. Teil mit den Worten "Jetzt heißt es warten..." nun geht es weiter mit...

"...und hin und wieder die Einstellungen kontrollieren."

Warum?

Nun ja, die Helligkeitsunterschiede während eines Sonnenauf- bzw. -untergangs sind sehr groß. Das schafft keine Kamera mit nur einer Einstellung. Deswegen müssen diese im Laufe des Zeitraffers an die aktuelle Situation angepasst werden.

Ich nehme nun als Beispiel einen Sonnenaufgang den ich letztens selbst zeitgerafft habe. Hier habe ich den Zeitraffer mit folgenden Kamerawerten begonnen...
  • Verschlusszeit 1 Sekunde
  • Blende f6.3
  • ISO 100
Klar ist, dass man diese Werte hin und wieder anpassen muss um die Farben nicht ausbrennen zu lassen (ist mir in diesem Zeitraffer nur bedingt geglückt, da ich nicht rechtzeitig die Werte angepasst hatte).

Aber wie macht man nun diese Anpassung?

Hier hat man wieder zwei Möglichkeiten...
  1. Möglichkeit ist die Verteilung von hellen und dunklen Werten im Sucher zu beurteilen oder diese Werte im Histogramm am Kameradisplay abzulesen. Wir erinnern uns an unsere Einstellungen für den Zeitraffer - wir haben eine Verzögerung von sechs Sekunden eingestellt. In diesen sechs Sekunden müssten wir das Bild auf dem Kameradisplay inkl. Histogramm anzeigen lassen und auch beurteilen noch bevor das nächste Bild aufgenommen wird und das Kameradisplay abgeschalten wird. Auch könnte man die Kamera, durch drücken der Knöpfe, bewegen, sodass es im schlimmsten Fall dazu kommen kann, dass man den Ausschnitt verschiebt...
  2. und viel bessere Möglichkeit wäre es die Einstellungen am CamRanger zu kontrollieren und zu ändern.
Ja, das geht - und ich zeige euch wie...!
Also, der Zeitraffer wurde in Auftrag gegeben und die ersten Bilder landen auf der Speicherkarte.
 

Auf dem iPad oder iPhone sehen wir nun die ersten Bilder die die Kamera aufgezeichnet hat. In der oberen Zeile neben der Speicherkarte erscheinen die neuen Bilder. Unterhalb des Zeitrafferprogramms sehen wir die aktuellen Einstellungen der Kamera. Aber vom Histogramm sehen wir nichts...

Wechseln wir nun in das Menu "Data". Wir sehen für das ausgewählte Bild auch das Histogramm! Wir können in das Bild hineinzoomen und haben auch die Möglichkeit die Kameraeinstellungen anzupassen.



 


Im Histogramm sehen wir, dass das Bild bereits sehr hell ist und wir mit Überstrahlungen rechnen müssen. Ändern wir nun die Verschlusszeit von 1/4 Sekunde auf 1/15 Sekunde wird diese Änderung an die Kamera übertragen und das nächste Bild mit den neuen Werten aufgezeichnet...




Bitte beachtet - der Zeitraffer ist die ganze Zeit weiter gelaufen und wir haben die Kamera nicht einmal angefasst - ist das nicht cool?!?
Gunther Wegner von LRTimelapse meint in diesem Video zwar, dass dies nur das DSLR-Dashboard könnte - aber CamRanger kann das auch bzw. konnte das schon immer so lange ich mich erinnern kann. Ist zwar grundlegend egal - aber das wollte ich hier noch gesagt haben.
Weiter geht es mit dem erstellen des Videos - das dauert aber noch ein paar Tage, bis ich damit fertig bin.

Links:

Donnerstag, 9. Januar 2014

Zeitraffer mit dem CamRanger - Einstellungen

...Teil 2 - CamRanger Einstellungen...

Im ersten Teil habe ich die Grundlagen besprochen, heute möchte ich über die Einstellungen im CamRanger und der Kamera sprechen.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, warum ich das mit dem CamRanger mache - das geht doch auch alles mit einem ganz einfachen Timer...!

Ja, da habt ihr auch Recht. Für meine Zeitraffer verwende ich aber gern den CamRanger, weil ich mit ihm die Einstellungen kabellos ändern kann ohne die Kamera anfassen zu müssen - aber dazu später mehr.

Vergewissern wir uns erst einmal, dass mit der Kamera alles passt.
  1. Akku voll!
  2. Modus M um Blende und Verschlusszeit keiner Automatik zu überlassen
  3. ISO auf einem Wert der nicht automatisch geregelt wird - also alles außer A
  4. Im Menu den Punkt "Rückschauzeit der aufgezeichneten Bilder" ausschalten um den Akku zu schonen 
  5. eventuell Sucherabdeckung anbringen
Auf die Einstellungen von Blende, Verschlusszeit und ISO gehe ich hier jetzt nicht weiter ein, da diese von der Situation abhängig sind die ihr gerade aufzeichnen wollt.
Außerdem sollte die Kamera auf einem stabilen Stativ befestigt und der gewünschte Ausschnitt schon gewählt worden sein.
Beispiel mit dem CamRanger und dem MP-360 auf Stativ
andere Seite
 Schließen wir nun den CamRanger an die Kamera an (oder anders herum - völlig egal) und verbinden das iPad oder iPhone mit dem CamRanger.

Startbildschirm vom CamRanger
Der Startbildschirm zeigt uns schon einige wichtige Informationen.

Gehen wir mal in die Grundeinstellungen und schauen mal, ob der CamRanger korrekt eingestellt ist. Wir wollen, dass das Bild nach der Aufzeichnung kontinuierlich direkt auf dem iPad angezeigt wird - warum dazu später mehr. Hierfür schalten wir den Punkt "Auto Thumbnails" und "Auto View" auf ON

Eingestellt sein sollte es so...


Schauen wir uns nun das Zeitraffermenu an. Also klicken wir auf den Reiter "Timer".

Grundeinstellungen des Timermenu
Das Timermenu hat drei Felder mit denen wir den Zeitraffer programmieren können.
  • Initial Delay = Verzögerung bis zum Start des Zeitraffer
  • Number of Shots = Menge der Auslösungen
  • Shot Delay = Zeit zwischen den Auslösungen.
Stellen wir nun mal die Werte aus dem ersten Teil ein...

Startverzögerung - machen wir mal 5 Sekunden
Hier hat man die Möglichkeit einen Zeitraffer im Voraus zu planen. Das Maximum ist eine Stunde bzw. 59 Minuten und 59 Sekunden ab Start.
1.200 Auslösungen
Verzögerung zwischen den Bildern
So, fertig programmiert.
So, jetzt haben wir unseren Zeitraffer programmiert. Jetzt klicken wir noch auf "Start".

Bist Du sicher?
Wenn man dies auch noch bestätigt fängt der geplante Zeitraffer an zu laufen.


Jetzt wird das Programm auf den CamRanger (Gerät) übertragen und wird von dort aus abgearbeitet. Erst wird die Startverzögerung ablaufen und anschließend wird das Programm ein Bild aufzeichnen und bis zum nächsten Bild die geplante Verzögerung von sechs Sekunden verstreichen lassen. Im Grunde braucht man das iPad nun nicht mehr und kann es ausschalten...

Jetzt heißt es warten - auf den dritten Teil...

Links: