Samstag, 28. Februar 2015

Springschwanz - Collembola - die Dritte

...Proisotoma minuta...

Am Sonntag war ich auf der Suche nach weiterem winzigen Getier. Im Übertopf unserer Schlumbergera bin ich dann fündig geworden. Ob das was ich fand auch Springswänze waren und ob es die gleiche Art wie am Tag zuvor ist bei der Größe nicht erkennbar. Aber das war mir auch erstmal wurscht, denn ich wollte mich noch einmal daran versuchen. Dabei kamen diese Bilder heraus...

Gruppenkuscheln :-)

ein einzelnes größeres Tier und links daneben eine was ? (eine Amöbe???)

ein kleineres Tier und ein paar Eier

Ich habe mir auch die Zeit genommen, um mein Setup zu optimieren. So konnte ich die Bildqualität noch einmal steigern...

Auch hier war es so, dass ich über Flickr von Frans Janssens (www.collembola.org) die Art bestimmt bekommen habe. Danke hierfür :-)

Links:

Freitag, 27. Februar 2015

Springschwanz - Collembola - die Zweite

...Folsomia sp...

Nach dem Springschwanz von gestern war ich motiviert und wollte noch etwas mit der Retro-Konstruktion fotografieren. Ich wollte aber nicht draußen in der Kälte fotografieren, sondern in der warmen Wohnung. Also überlegte ich, was ich denn fotografieren könnte. Nebenbei goss ich die Blumen und überlegte so vor mich hin. Ich entdeckte dann in einem Blumentopf, während ich die Pflanze goss, dass sich da was auf der Erde bewegt. Ist zwar recht winzig - aber hey, genau das habe ich gesucht...

Ich holte mir einen Blumenuntersetzer und füllte da etwas Erde aus dem Blumentopf hinein, füllte etwas Wasser auf, sodass sich ein kleiner Film bildete und stellte das Ganze vor das Fenster. Ich baute dann meine Konstruktion davor auf und versuchte die kleinen Hüpfer zu finden und zu fotografieren - aber ohne Blitz ging da gar nichts. Die Kleinen bewegen sich die ganze Zeit, und die Belichtungszeiten bewegte sich so zwischen zwei und zehn Sekunden. Also habe ich noch den Blitz und die Funkauslöser montiert und von der Seite über die Wasseroberfläche geblitzt. Dabei entstanden dann diese Bilder...



Da ich auf dem Boden des Blumentopfes Erde hatte, erzeugte diese einen schönen dunklen Hintergrund der die Tiere schön hervorhob.

Die Bestimmung der Art hat auch hier Frans Janssens in meinem Fotostream auf Flickr vorgenommen. 

Links:

Donnerstag, 26. Februar 2015

Springschwanz - Collembola - die Erste

...Isotoma viridis...

Am letzten Samstag habe ich auf dem restlichen Schnee im Garten einen kleinen Springschwanz entdeckt. Ich habe gleich meine Retroadapter-Konstruktion mit dem EF 16-35 geholt und habe ein paar Fotos von dem kleinen Hüpfer gemacht.





Beeindruckende Vergrößerung - was meint ihr?

Die Bestimmung der Art hat Frans Janssens in meinem Fotostream auf Flickr vorgenommen. Offensichtlich gibt es auch für diese kleinen Hüpfer interessierte Leute in einer Community.

Links:

Dienstag, 24. Februar 2015

Blütenmeer

...ganz nah dran...

Im Orchideenhaus habe ich diese blühende Pflanze gefunden. Die Blüten waren winzig, ca. 0,5 cm im Durchmesser. Erst versuchte ich die Dolde mit den vielen hundert Blüten zu als ganzes zu fotografieren, aber die Bilder waren nichts. Ich entschloss mich dazu ganz nah ran zu gehen...



Ich habe mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Blenden erstellt. Ich konnte mich nicht entscheiden welches Bild mir besser gefällt.

Montag, 23. Februar 2015

der Letzte

...vorerst...

Heute zeige ich euch vorerst den letzten Schmetterling von meinem Ausflug in den Botanischen Garten München.

Sonntag, 22. Februar 2015

Orchideen

...sind die nicht schön...

Mein zweites fotografisches Highlight waren diese Orchideenblüten die über den Weg gewachsen sind.


Hier habe ich eine Kameraposition gewählt, die die Blüten aus der Umgebung freistellt. Der Blick hinter den Blüten geht über den Weg hinweg zum Eingang des Gewächshauses. Ich musste eine ganze Weile warten, bis ich einen Moment abgepassen konnte, in dem niemand über den Weg lief.

Meiner Meinung nach hat sich das Warten gelohnt...!
 

Samstag, 21. Februar 2015

Doris-Falter

...Heliconius doris...

Heute zeige ich euch eines meiner fotografischen Highlights des Ausflugs in den Botanischen Garten München. Das Bild zeigt einen Doris-Falter - Heliconius doris...


Die Bokehkringel im Hintergrund sind Wassertropfen bzw. Wassernebel der Beregnungsanlage die regelmäßig im Schmetterlingshaus eingeschalten wird. In diesem Fall hat der feine Wassernebel in Verbindung mit der richtigen Kameraposition und weit offener Blende dieses wunderbare Bokeh erzeugt.

Auch wenn der Schmetterling schon recht abgeflogen ist, ist es trotzdem eines meiner Lieblingsbilder des Tages - nicht Perfekt aber schön :-)

Freitag, 20. Februar 2015

Passionsblume

...kann sein - oder...

Im Orchideenhaus strahlten diese Blüten regelrecht aus dem grünen Buschwerk heraus. Sie wuchs  an einer Ranke die sich wie eine Bohnen oder Wein durch die Büsche schlang nur zwei Meter neben der Kauliflorie vom Mittwoch. Sehr viele Blüten waren an der Ranke, geschätzt ca. 20 Stück, aber nur diese eine war geöffnet...


Dies war die einzige Position aus der man eine freie Sicht auf die Blüte hatte.
 

Donnerstag, 19. Februar 2015

Atlasspinner

...Attacus atlas...

In keinem Schmetterlingshaus darf einer der größten Schmetterlinge der Welt fehlen. Auch im Botanischen Garten München gibt es jedes Jahr einige Tiere des Atlasspinners - Attacus atlas...



Der Atlasspinner gehört zu den Nachfaltern. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich noch nie einen fliegen sah...
Am liebsten hätte ich ihn euch in der totalen Draufsichtgezeigt, aber da die Platzverhältnisse das mit meinen 150mm Brennweite nicht zugelassen haben, zeige ich ihn euch so. Ich hoffe, er gefällt euch trotzdem.

Was ich aber bei dieser Art von Mutter Natur etwas verplant finde ist, dass die Schmetterlinge selbst keine Nahrung aufnehmen können und deswegen auch nur eine sehr kurze Lebenserwartung haben. In dieser Zeit geht es nur darum, die Art zu erhalten...

Links:

Mittwoch, 18. Februar 2015

aus dem Orchideenhaus

...was ist das denn...

Dem Orchideenhaus muss ich auch immer wieder einen Besuch abstatten. Die Blüten- und Farbenvielfalt ist gigantisch.

An einem Busch/Baum wuchsen diese Blüten aus dem Stamm...


Aufgrund eines Hinweises zu meinem vorletzten Bild kann ich die Familie bestimmen. Es ist eine Kauliflorie, wahrscheinlich Amphitecna macrophylla.
Links:
   

Dienstag, 17. Februar 2015

Bananenfalter

...ist ja klar...

Der obligatorische Bananenfalter, den man überall im Schmetterlingshaus sitzen und fliegen sieht. Natürlich musste sich einer dieser Gesellen für mich in Pose stellen.




Meiner Meinung nach hat er/sie das sehr gut gemacht :-)
 

Montag, 16. Februar 2015

Blüten am Stamm

...sehr merkwürdig...

Beim Streifzug durch die Glashäuser im Botanischen Garten München, ist mir ein Baum/Busch/Liane, oder was auch immer, aufgefallen, aus dessen Stamm, alle paar Zentimeter, ein Büschel Blüten wächst.


Ich kann euch nicht sagen, was das für eine Pflanze ist, da kein Namensschild um die Planze in der Erde steckte. Hat diese Pflanze schon mal jemand von euch gesehen?
 

Sonntag, 15. Februar 2015

Weiße Baumnymphe

...Idea leuconoe...

Gestern habe ich mich mit ein paar befreundeten Makrofotografen im Botanischen Garten München getroffen um tropische Schmetterlinge zu fotografieren. Wir haben eine Sondergenehmigung wegen unserer Stative beantragt und auch genehmigt bekommen. Mit der Auflage, dass wir Rücksichtsvoll wegen der anderen Besucher sein sollen - aber das muss man ja eigentlich nicht extra sagen - oder?

Die nächsten Tage veröffentliche ich nach und nach eines der Bilder. Heute geht es mit einem Bild der Weiße Baumnymphe - Idea leuconoe los



Samstag, 14. Februar 2015

neue APS-C Kamera

...aktuelle Überlegungen...

Vor einiger Zeit berichtete ich von meiner mittelfristigen Ausrüstungsplanung. Einige Punkte auf der "Liste" habe ich zwischenzeitlich abgearbeitet. Jetzt steht "nur" noch die APS-C Ergänzung zu meiner dicken EOS 5D II auf der Liste.

Ich überlege schon eine ganze Weile ob ich das brauche und was es dann werden soll. Um mir die Entscheidung eventuell leichter zu machen habe ich mir eine Pro/Contra Liste erstellt und stelle die Kandidaten gegenüber.

Aber welche Bedingungen muss denn die künftige Kamera erfüllen?
  • Ich möchte wegen der Kamera eigentlich keine neuen Objektive kaufen müssen. Auf jeden Fall müssen meine Objektive adaptiert werden können und die AF-Geschwindigkeit deswegen nicht einbrechen.
  • Mein Zubehör wie Blitze bzw. Blitzauslöser, Akkus oder auch der CamRanger sollten weiter verwendet werden können – zumindest würde das für einen Kandidaten sprechen.
  • Ziel ist eigentlich eine Gewichtsersparnis. Entweder schon mit dem Body allein oder dann doch mit einem Kit-Objektiv.
Dadurch bedingt ist die Auswahl recht eng und schließt andere Hersteller eigentlich aus. Deswegen sind auch derzeit nur Canon-Kameras in der Betrachtung.
Die neue Sony A7 II oder auch die Olympus OM-D E-M5 II sind beides echt interessante Kandidaten. Das Retro-Design beider Kameras sagt mir nicht so zu, ich könnte mich aber damit arrangieren. Während ich an die Sony noch die Canon Objektive adaptieren könnte, funktioniert das mit der Olympus nicht mehr. Noch "schlimmer" wird es mit dem Zubehör. Davon könnte gar nichts weiterverwendet werden. Aus diesem Grund fliegen beide Systeme wieder aus der Liste raus, auch wenn es eigentlich sehr geniale Lösungen für einen Systemwechsel wären. Aber davon bin ich weit weg...

Nun ja - dann bleibt es bei Canon. Auch wenn der Blick über den Tellerrand hinaus schon auch gefällt.

Hier mein kleine Liste mit den möglichen Kandidaten...
  • Canon 7D II
  • Canon 70D
  • Canon 100D
  • Canon 760D
  • Canon M3
Mit allen Kameras kann ich meine Objektive weiter verwenden. Ebenso Blitze, Blitzzubehör und Fernauslöser funktionieren. Aber es gibt zu jeder Kamera ein paar Punkte die die eine besser kann als die andere. In der folgenden Tabelle habe ich die mir wichtigen bzw. interessante Hauptleistungsmerkmale der einzelnen Kandidaten aufgelistet und über die Farben bewertet.

grün = finde ich an diesem Modell gut bzw. ist dort besonders
rot = finde ich an diesem Modell nicht so toll
weiß = ist mir im Vergleich nicht so wichtig

7D II 70D 100D 760D M3
Sensor 20 MP 20 MP 18 MP 24 MP 24 MP
Autofokus Dual Pixel CMOS AF Dual Pixel CMOS AF Hybrid CMOS AF II Hybrid CMOS AF IIIHybrid CMOS AF III
Autofokusfelder 65 19 9 19 49
Sucher 100% 98% 95% 95% kein
Akku LP-E6
(wie die 5D II)
LP-E6
(wie die 5D II)
 
LP-E12 LP-E17 LP-E17
Serienbildgeschwindigkeit 10 B/s 7 B/s 4 B/s 5 B/s 4 B/s
Klappdisplay nein ja nein ja ja
Touschscreen nein ja ja ja ja
WLAN nein ja nein ja ja
GPS ja nein nein nein nein
Flackererkennung ja nein nein ja nein
Wasserwaage ja ja nein ja ja
Focus Peaking nein nein nein nein ja
Gewicht (Body) 910g  755g 407g 565g 366g
Preis (Body) UVP
[aktueller Straßenpreis]
1.699,- Euro 1.099,- Euro
[ca. 880,- Euro]
549,- Euro
[ca. 380,- Euro]
749,- Euro 749,- Euro
funktioniert mit CamRanger ja ja ja wahrscheinlich ungewiss*

* Laut Aussage von Dave (CamRanger) war es bisher nicht möglich die M oder auch die M2 in die CamRanger-Software einzubauen, weil die Kameras grundlegende Funktionen nicht unterstützen (Software). So ist es mit den beiden Kameras nicht möglich diese über die Canon Software EOS Utility fernzusteuern. Aber genau diese Schnittstelle verwendet CamRanger um mit der Kamera zu kommunizieren. In den technischen Details zu M3 steht aber die Software aufgelistet. Daraus schließe ich, dass die M3 nun mit EOS Utility ferngesteuert werden kann. Dann liegt es nur noch daran, wann Dave eine M3 bekommt um diese in die App zu programmieren.

Wenn ich heute einkaufen gehen würde hätte ich am Ende die 70D Zuhause. Sie ist auch aus heutiger Sicht die bessere Kamera. Das Gewicht stört mich aber...
Nachdem ich aber noch warten kann blicke ich gespannt auf die neuen Kameras. Ich werde mich dann wohl zwischen der 70D, 760D und der M3 entscheiden müssen. Schauen wir mal, wie der neue Sensor abschneidet, das interessiert mich schon sehr. Sollte die M3 vom CamRanger unterstützt werden wird es sicher diese werden! Die Kompaktheit und das damit einhergehende gering Gewicht kommen meiner Anforderung schon sehr entgegen. Das Paket, was Canon da mit der M3 geschnürt hat, ist für mich schon sehr interessant.

Ich erwarte auf jeden Fall die ersten Tests der neuen Kameras. Traumflieger und Co. werden sicherlich bis July/August entsprechende Daten veröffentlichen.

Jetzt heißt es nur noch warten...

Mittwoch, 11. Februar 2015

automatischer Retroadapter

...Eigenbau...

Die letzten Bilder, von den merkwürdigen Schneeflocken, sind recht gut angekommen. Ich wurde gefragt, wie ich an der 5D II ein EF-S 18-55 adaptieren kann und wie ich eine solche Vergrößerung zusammenbringe. Bereits vor einigen Jahren habe ich mir einen automatischen Retroadapter gebaut der es mir ermöglicht Objektive verkehrt herum an die Kamera anzusetzen. Dieser ermöglicht aber eine elektrische Verbindung zwischen Objektiv und Kamera. Das hat einige Leser meines Blog doch sehr interessiert, sodass ich heute über diesen Adapter schreibe.

Ich habe damals leider keine Bilder vom Baufortschritt gemacht. Das war noch weit vor meiner Bloggerzeit und ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich heute mal darüber schreiben würde. Deswegen verzeiht mir, dass ich euch nichts davon zeigen kann...

Aber wie kam ich überhaupt auf die Idee sowas zu bauen? Nun, da muss ich etwas ausholen...

Wenn einem ein normales Makroobjektiv nicht groß genug vergrößert (max. Abbildungsmaßstab in der Regel bei 1:1) hat man die Möglichkeit mit Zwischenringen oder Nahlinsen einen größeren Abbildungsmaßstab zu erreichen. Sollte das aber immer noch nicht reichen kann man als Canon-User sich das MP-E 65mm Lupenobjektiv anschaffen (Abbildungsmaßstab 1:1 bis 5:1). Dann sind aber auch gleich mal ca. 1.000,- Euro fällig.

Vor Jahren hatte ich den Wunsch in diesen Extremmakro-Bereich vorzudringen, hatte aber nicht die finanzielle Möglichkeit das MP-E 65mm zu kaufen. Auf Traumflieger wurde zu der Zeit von einem Umkehrring berichtet, mit dem es möglich ist, ein Objektiv verkehrt herum an die Kamera zu montieren. So kommt man zum Beispiel mit einem EF-S 18-55 in den Bereich des MP-E 65mm (bis ca. 4:1 mit dem EF-S 18-55).
Ich war sofort begeistert und habe mir den Umkehrring für ein paar Euro kommen lassen.


Wie das Bild zeigt war das im Grunde ein Metallring. Auf der einen Seite mit dem EF-Bajonett und auf der anderen Seite mit einem Filtergewinde. So kann man ein Objektiv mit passendem Filtergewinde verkehrt herum montieren.

Die ersten Tests waren phantastisch und frustrierend zugleich. Die elektrische Verbindung zwischen Kamera und Objektiv ist mit diesem Adapter nicht mehr gegeben, sodass die Blendensteuerung, der Autofokus und auch die EXIF-Übertragung nicht mehr funktionierte (klar, wie auch). Trotzdem war die erreichbare Vergrößerung und auch diese neue Makrowelt total interessant.
Ich suchte nach einer Möglichkeit wenigstens die Blendensteuerung wieder herzustellen. Natürlich gab und gibt es auch dafür eine Lösung. Bei meiner Recherche bin ich auf den Novoflex Adapter gestoßen. Dieser war damals der einzige Retroadapter mit elektrischer Übertragung. Aber die ca. 280,- Euro waren mir dann auch zu viel...


Ich kam auf die Idee, diesen Adapter nachzubauen. Ich brauchte ja "nur" das Bajonett, die Kontakte und ein Spiralkabel.

OK, in diesem Moment war ein Projekt geboren. Ich suchte überall nach den entsprechenden Komponenten und bin dann irgendwann in der Schrottkiste meines Fotohändlers fündig geworden. Ich habe darin ein altes Soligor EF-Zoomobjektiv mit defekten Autofokus für 9,- Euro und eine alte Canon EF Filmkamera für 15,- Euro gefunden. Der Zustand der Beiden spielte ja für mein Vorhaben keine Rolle. Deswegen konnte ich auch defekte Sachen kaufen.
Das benötigte Spiralkabel habe ich in der Wertstoffbörse unseres Wertstoffhofs gefunden. Ein altes Telefon spendete das Hörerkabel.
Für den fertigen Adapter brauchte ich noch ein Filtergewinde auf der einen Seite des Adapters damit das Objektiv verschraubt werden kann. Dieses Gewinde habe ich in einem Filteradapter auf 58mm gefunden. Jetzt hatte ich alle Komponenten und es konnte los gehen...

Zuhause habe ich dann das Objektiv und die Kamera komplett zerlegt. Das Objektiv ging ganz einfach, aber die Kamera hatte schon ein Magnesiumgehäuse. Dieses habe ich dann mit Flex und Dremel so lange bearbeitet, bis nur noch der Bereich um das Bajonett mit den Kontakten übrig war.

So, jetzt lagen die einzelnen Komponenten, die beidseitigen Bajonette, das Spiralkabel und ein Haufen Schrott auf dem Tisch. Von einem befreundeten Elektriker lieh ich mir eine Lötstation und ein Multimeter aus und dann ging es los.

Mir fiel dann beim Verdrahten auf, dass in dem Telefonhörer-Spiralkabel nur vier Litzen waren, das Objektiv aber 8 Kontakte hat. Somit war ich gezwungen zwei Spiralkabel zu verlegen. Schaut etwas merkwürdig aus - aber was solls...
Nachdem alles verkabelt und verlötet war habe ich mit einem Industriekleber alle Kabel fixiert.


Nach dem Trocknen des Klebers habe ich die ersten Tests gemacht und war total Glücklich. Alles funktionierte wie es soll. Mein Eigenbau ist aber optisch eine Katastrophe...!

Einzelteileursprung

Eigenbau-Retroadapter - Kamera- und Objektivanschluss

Verkabelung

Kameraseite mit Filtergewinde 58mm

Canon EF-S 18-55mm an den Adapter verschraubt - Kameraseite

objektivseitig verbunden - bereit für die Kamera

später habe ich noch ein Schutzglas auf der Objektivseite angebracht

Ich denke, heute würde ich keinen mehr selber bauen. Mittlerweile gibt es sauber verarbeitete Adapter für ca. 80-90 Euro. Die machen einen ordentlichen Eindruck und man bekommt noch einen Satz Anpassringe dazu.


Also rein vom Aufwand und von der Schwierigkeit ist ein Eigenbau für jeden machbar. Mein Eigenbau macht was er machen soll, ist aber optisch eine Katastrophe. Es machte total Spaß das zu durchdenken, zu planen und zu bauen. Nachdem er immer noch prima funktioniert, habe ich ja alles richtig gemacht...

Links:

Montag, 9. Februar 2015

komischer Schnee

...bei 0 Grad Celsius...

Heute hat es mal wieder geschneit und nachdem ich gerade nichts weiter vor hatte, schnappte ich mir meine Kamera und wollte ein paar Schneeflocken fotografieren. Ich weiß ja mittlerweile, dass ein Makroobjektiv nicht ausreicht um eine Schneeflocke Formatfüllend zu fotografieren. Deswegen suchte ich mir meinen selbstgebauten automatischen Retroadapter und schraubte das EF-S 18-55 verkehrt herum an die Kamera.

Der Effekt ist wie bei einem Fernglas - schaut man bei der einen Seite rein ist alles Weite nah, schaut man von der anderen Seite rein ist alles weit weg. So ähnlich funktioniert das auch mit den Objektiven und so wird aus dem Kit-Zoom ein Super-Makro.

OK - die Qualität kommt an das MP-E nicht ran - aber ich denke es passt schon - aber schaut doch selbst...







Irgendwie schauen heute alle Schneeflocken merkwürdig aus. So als ob diese angetaut und wieder gefroren wären. Eventuell haben ja die Außentemperaturen für Schnee gereicht aber den einzelnen Flocken war es doch zu warm. Deswegen sind die schönen Strukturen heute leider nur zu erahnen.

Ich hoffe auf besseren Schnee und werde es wieder probieren. Mit meinem selbstgebauten, automatischen Retroadapter funktioniert es auf jeden Fall sehr gut.

Freitag, 6. Februar 2015

Neuheiten von Canon

...EOS M3...

Lange von der Fotogemeinde erwartet und nun endlich angekündigt.



Hoffen wir, dass Canon mit der 3. Version der EOS M endlich im spiegellosen Markt Fuß fassen kann. Auf jeden Fall sind die technischen Daten sehr interessant. Es ist ein neuer 24,2-Megapixel-Sensor und ein neuer Hybrid CMOS AF III mit 49-Punkt-AF-System verbaut. Ich bin sehr gespannt auf die ersten Tests. Eventuell wird das ja was für mich - klein, leicht und kann EF-Objektive adaptieren...

Die EOS M3 ab April für 749,- Euro in den Regalen stehen.


...EOS 750 und 760...

Das gab es noch nie, dass Canon im selben Segment gleich zwei Modelle gleichzeitig auf den Markt bringt.



Von vorn unterscheiden sie sich nur über das Programmwahlrad welches bei der 750D auf der Seite auf der auch der Auslöser sitzt. Das ist auch in diesem Segment vollkommen normal. Aber die 760D wurde auf die andere Seite der Kamera verlegt um einem Schulterdisplay platz zumachen. Diese kennen wir bisher nur von den ein- und zweistelligen Kamerabodys.



Auf der Rückseite sind sie sich zwar auch ähnlich - aber es sind deutlichere Änderungen an der 760D zu erkennen.
Beide Kameras kommen mit dem neuen 24,2-Megapixel-Sensor aber mit "nur" 19 Kreuzsensoren. Oben drauf gibt es noch WLAN und NFC.

Die EOS 750D ist ab Mai 2015 zum Preis von 699,- Euro und die EOS 760D ebenfalls ab Mai 2015 zum Preis von 749,- Euro im Handel erhältlich.


...EOS 5Ds und 5Ds R...

Mit sage und schreibe 50,6-Megapixel-CMOS-Sensor bringt Canon nun ein Megapixelmonster auf den Markt. Die 5Ds und die 5Ds R unterscheiden sich darin, dass die 5Ds R ohne Tiefpassfilter verkauft wird.



Besonders stellt Canon, bei allen fünf Kameras, das besonders geringe Rauschen und die sehr hohe Dynamik heraus. Es wird in der Forengemeinde bereits seit Wochen darüber spekuliert, ob Canon nun Sony-Sensoren verbaut...
Ich freue mich auf die ersten Tests. Denn alle Kameras werden sicher gegen die überragenden Sony-Sensoren getestet.
Die EOS 5Ds ist ab Juni 2015 zum Preis von 3.499,- Euro und die EOS 5Ds R ebenfalls ab Juni 2015 zum Preis von 3.699,- Euro im Handel erhältlich.


...EF 11-24mm 1:4L USM...

Und weil das alles noch nicht genug ist, legt Canon noch ein Ultraweitwinkel für KB-Kameras oben drauf...


Das ist das einzige, mir bekannte, Ultraweitwinkel mit einem so weiten Blickwinkel.

Die Linse soll ab Ende Februar für, jetzt haltet euch fest, 2.999,- Euro im Handel verfügbar sein.

Links:

Dienstag, 3. Februar 2015

Schneeflöckchen

...weiß Röckchen...

Überall liegt Schnee - aber hey - diese Schneeflocken sind echt schwer zu fotografieren. Eigentlich das fotografieren nicht, aber das finden einer einzelnen Flocke in dem ganzen weißen Wahnsinn...


Bisher mein bestes Ergebnis bzw. mein bester Fund einer einzelnen Schneeflocke.

Ich werde die nächsten Tage noch etwas probieren - Schnee und Kälte sind angesagt...

Sonntag, 1. Februar 2015

Datensicherung

...mein Weg...

Für uns digitalen Fotografen ist das Thema Datensicherung so essenziell geworden, dass wir uns mit dem Thema schon sehr genau auseinandersetzen sollten. Ich selbst hatte zwar noch nie einen Datenverlust, aber ich kenne ein paar Leute die schon schlechte Erfahrungen gesammelt haben, weil sie entweder gar nicht oder nur sehr unregelmäßig ihre Daten gesichert haben.
Nachdem ich letztens nach meiner Art der Datensicherung gefragt wurde möchte ich diesen Post nutzen um meinen Weg zu beschreiben.

Meine Datensicherung basiert auf einer Strategie mit mehreren Ebenen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das hört sich jetzt kompliziert an ist aber eigentlich gar nicht so schlimm.

Aber erstmal möchte ich auf meine PC-Konfiguration eingehen. Diese ist von Haus aus auf die Möglichkeit ausgelegt die Datensicherung so einfach wie möglich zu machen. Deswegen habe ich die einzelnen Platten nach Inhalt
  • C-Platte (Samsung SSD 512GB)
    Auf der C-Platte liegen nur Programme aber keine Dateien. Alle Bilder, Videos, Musik und sonstige Dateien liegen auf anderen Festplatten. Deswegen wird diese Platte nicht gesichert. Alle Programme kann ich mit etwas Aufwand jederzeit wieder installieren. 
  • D-Platte (Western Digital Caviar Green 2TB)
    Auf der D-Platte liegen Daten wie Word und Excel Dateien, Programmdateien wie die jährlichen Steuererklärungen sowie die „alten Bilder“
  • F-Platte (Western Digital Velociraptor 1TB)
    Auf dieser Platte liegt der Lightroomkatalog und die „aktuellen Bilder“ (ca. ein Jahr).
  • I-Platte (Western Digital Caviar Green 2TB)
    Auf dieser Platte liegt mein i-tunes Katalog inkl aller Musik- und Video-Dateien.
  • S-Platte (Western Digital Caviar Green 4TB)
    Diese Platte ist die interne Sicherungsfestplatte.
Jetzt werden einige von euch sagen, dass 2TB+1TB+2TB etwas mehr als die 4TB der Sicherungsplatte sind - aber so lange die Summe der Daten auf den einzelnen Platten weniger als 4TB sind ist alles gut.

Software
Software für Datensicherungen gibt es wie Sand am Meer. Viele davon sind kostenpflichtig und versprechend die automatische Datensicherung und bieten nebenbei noch eine Menge anderer Funktionen. Ich habe vor vielen Jahren auch mal eine solche Software ausprobiert und habe festgestellt, dass das zwar funktionierte ich aber diese ganzen Zusatzfunktionen gar nicht nutze. Irgendwann bin ich dann im Internet auf die Software „SyncBackFree“ aufmerksam geworden. Diese Software gibt es in einer kostenfreien Version die alle Funktionen bietet, die ich brauche. Warum also für etwas zahlen, wenn es eine Freeware seit Jahren zuverlässig erledigt.

Sicherungsstrategie
  1. Sicherungsebene - intern
  2. Täglich läuft um 19:00 Uhr ein Sicherungsprofil innerhalb von SyncBack welches die Platte D, F und I auf die Festplatte S spiegelt. Hierfür habe ich auf der S-Platte für jede zu sichernde Platte einen Ordner erstellt der die Daten pro Platte aufnimmt.
  3. Sicherungsebene – extern
  4. Jeden 1. im Monat habe ich mir einen Termin eingestellt, dass ich eine externe Datensicherung machen soll. Hierfür nutze ich eine externe 4TB Festplatte in einem Gehäuse. Darauf wird eine komplette Sicherung aller drei Platten aufgespielt. So habe ich alle Daten einmal außerhalb des PC gesichert.
  5. Sicherungsebene – außer Haus
  6. Als zusätzliche außer Haus Sicherung nehme ich die Festplatte für die externe Sicherung beim nächsten Besuch mit zu meinen Schwiegereltern. Dort liegt eine baugleiche Festplatte vom letzten Besuch die ich wieder mit nach Hause nehme.

Ich habe also eine tägliche interne Sicherung. Sollte eine Festplatte ausfallen kann ich damit zumindest weiter arbeiten. Ich habe eine monatliche externe Sicherung für den Fall, dass der PC zerstört wird (Blitzschlag, Kurzschluss, Dummheit oder was weiß ich) und zusätzlich habe eine unregelmäßige außer Haus Sicherung für den Fall, dass die Wohnung abbrennt. Klar ist, dass ich mit jeder Ebene mehr Daten verliere.


Puh – ein ganz schöner Aufwand. Aber so denke ich ist der mögliche Datenverlust geringst möglich bzw. gerade noch verkraftbar. Wenn ihr die Sicherungen häufiger als ich macht, dann verringert sich der mögliche Datenverlust immer mehr.

Wie macht ihr das mit der Datensicherung? Welche Strategie verfolgt ihr? We findet ihr meine Strategie? Schreibt mir eure Meinung in den Kommentaren.

Links: