Dienstag, 20. März 2018

Wanderung zum Rotwandhaus - Teil 1

...wo sind die Sterne...

Ich musste mal wieder einige angesammelte Überstunden abfeiern. Deswegen hatte ich mir vorgenommen mal wieder Sterne fotografieren zu gehen. Bereits vor ein paar Monaten hatte ich mit einem befreundeten Fotografen ausgemacht, dass wir zum Rotwandhaus wandern und dann dort die Berglandschaft mit der Milchstraße fotografieren. Gleichzeitig hatte ich mir vorgenommen, den Ausflug für den Check meiner Ausrüstung für die Alpenüberquerung, zu nutzen. Soweit der Plan...

Nun hatte sich aber ergeben, dass weder mein Freund Zeit hatte, noch dass das Wetter mitspielte. Die Wettervorhersage war eher durchwachsen und mit Sternen würde es wohl nichts werden.

Trotzdem habe ich meine Motivation nicht eingebremst und bin trotzdem am letzten Donnerstag zum Rotwandhaus aufgestiegen.


Das Wetter war stabil - aber die Wolkendecke auch. Mit etwas gedrückter Stimmung bin ich dann oben am Rotwandhaus nach ca.  zweieinhalb Stunden Aufstieg angekommen.


Ich habe mir einen Schlafplatz organisiert, habe meine Ausrüstung im Zimmer abgelegt und bin mich frisch machen gegangen.


Anschließend bin ich wieder runter in den Gastraum und hab mir etwas zum Abendessen besorgt.

Während des Essens schau ich so aus dem Fenster und sehen in Richtung Westen die Sonne durch die Wolken blitzen. Ich wusste sofort, das wird geil werden!!! Ich hab alles stehen und liegen lassen und bin in mein Zimmer meine Ausrüstung holen. Hab mir einen passenden Ort vor dem Haus gesucht, hab das Stativ aufgebaut, Kamera mit Objektiv aufgesetzt, Nodalpunkt grob eingestellt und los ging die wilde fotografiererei...


Ich hatte Zeit für ca. fünf Reihen an Fotos - und mit jeder Sekunde änderte sich die Lichtstimmung. Das was so faszinierend und genial. Ich wusste bereits jetzt, dass sich die Tour nur wegen dieser Bilder gelohnt hatte..!

Das Bild was dabei entstand habe ich dann Zuhause mit ptGui und Lightroom zusammengesetzt und bearbeitet. Dabei kam dann dieses Bild raus...


Nachdem die Sonne dann untergegangen war, ist mir aufgefallen, dass mit total kalt ist. Klar, ich stand ja auch ohne Jacke nur mit Mütze auf dem Kopf und Hüttenschuhen an den Füßen draußen im Schnee...

Ich habe meine Ausrüstung dann gepackt und bin wieder zurück ins Haus um mich am Kamin aufzuwärmen. Ich gönnte mir dann noch einen leckeren Kaiserschmarn...


...und habe mich den restlichen Abend mit dem Hüttenwirt Peter unterhalten. Gegen 21:30 Uhr bin ich dann in mein Zimmer und hab mich schlafen gelegt (ich war der einzige Übernachtungsgast - das ist schon was geniales).